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Das schwarze Schaf- oder einfach Du?

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Wir alle kennen es, ein wenig anders sein und vom 0815-Pfad abweichen…und Zack da ist sie, die Aufmerksamkeit! In diesem Moment entscheidest Du, ob Du dich wieder schön brav in die Reihe einordnest oder ob Du jetzt erst recht deinen eigenen noch unbekannten Weg verfolgst.

Vor was haben wir eigentlich Angst, wenn wir nicht der “Norm” entsprechen? Geht es um die Anerkennung der Anderen oder geht es darum dass wir uns selber an den Massstäben der Eintönigkeit messen?

In einigen Ländern mehr als in anderen hat sich so ein stillschweigender Verhaltenskodex durchgesetzt. Gewisse Dinge tut man halt einfach nicht! Ich spreche nicht von Dingen die man “wirklich nicht tun sollte”, weil sie anderen schaden, sondern von Dingen die uns als Menschen einzigartig machen. Das einzige was nach Aussen hin einzigartig ist, sind oft nur die Hobbys. Was dem einen gefällt, mag der andere gar nicht und ab und zu, ja da mögen wir auch dort das Gleiche.

Im stillen Kämmerlein da zeigen sich dann unsere besonderen Fähigkeiten, wir malen (würden das aber NIE zeigen), singen (so dass es niemand hört), Tanzen fürs Leben gerne (möglichst dort wo’s dunkel ist) u.s.w. Wieso tun wir das?

Wenn ich an die Naturvölker in einigen Ländern denke, dann kann ich nur schmunzeln. Die Tanzen, singen und bemalen sich aus purer Freude und niemand sagt ihnen: “Hey, was soll das? Du siehst total komisch aus.” Es wird nicht bewertet wie gut oder schön jemand ist und wie er etwas macht, nein er soll einfach nur Spass haben dabei!

Der Spass- ein kleiner Feigling der sich gerne versteckt!

Das geht am Morgen schon los, die Gesichter auf dem Weg zum Bahnhof…aiiiiiii, was ist passiert? Vorsichtig öffnet man schnell die 20-Minuten App und schaut kurz nach ob es aktuell eine Bedrohung gibt oder ob der Weltuntergang kurz bevorsteht. Puuh die Erleichterung, nichts was Hier und Jetzt so eine Stimmung verbreiten könnte. Nur, wieso fühlt es sich nicht leichter an? Moment…da macht’s “Klick” und s’zwänzgi gheit abe! Alle schauen auf ihr Handy oder haben die Zeitung in der Hand, mit jeder weiteren gelesenen News, werden die Mundwinkel noch ein wenige weiter nach unten gezogen und man fragt sich intuitiv: Hat die Schwerkraft Grenzen? Zum Glück JA! Dann schaut man einfach geradeaus und bemerkt da dieses komische Leuchten, was ist das bloss? Steht das was davon in der Zeitung? Nööö, nix da. Nach einem Moment des Betrachtens, wird man Zeuge des wohl schönsten Sonnenaufgangs des Jahrhunderts, wooooow!

Nach einigem überlegen wird einem dann bewusst, dass sehr wahrscheinlich dieser Sonnenaufgang nur einer von hunderten war in seiner Pracht, wir aber die anderen 99 irgendwie verpasst haben…naja, so früh geht man doch auch nicht auf liebe Sonne! Dasselbe gilt also auch für dich, lieber Sonnenuntergang! Immer ziehst du an uns vorbei, wenn wir beschäftigt sind mit irgendwas- ach menno, so ungerecht aber auch!

Wo sind die Zeiten hin in denen wir gestaunt haben, nicht weil etwas unglaubliches passiert ist, nein vielmehr ab all den alltäglichen wundervollen Situationen, Begegnungen und Momenten? Immer mehr, immer grösser, immer krasser soll es sein, dann gibt es hie und da noch die natürliche Euphorie. Das Gefühl des Glücklich-Seins, dass wir alle doch soooo gerne haben! Wieso ist es nur so schwer zu kriegen, fast immer ausverkauft.

Die Medien übernehmen oft schon die Funktion des “Gefühlsbarometers”. Sie entscheiden ohne dass wir es merken, wie wir uns am Morgen fühlen und zum Abschluss geben sie uns noch das Dessert am Abend. Egal ob’s schmeckt oder nicht, wir konsumieren es. Übrig bleibt häufig ein Druck im Magen, Traurigkeit, Unverständnis für den Rest der Welt und Verzweiflung weil man nichts tun kann gegen all das Ungerechte und grausame dieser Welt.

Der Schein trügt- schau nochmal hin!

Ach ist das herrlich, den Fernseher in die Ferien verbannt, die Zeitungen dienen als Malunterlage, das Handy begnügt sich mit dem Flugzeugmodus und es ist einfach wie es ist. Anfänglich noch etwas ungewohnt, da mich das Gezwitscher der Vögel draussen an meinen Handyklingelton erinnert, Bligg-Musigg 😉 und ich mich dabei erwische, wie ich während dem Malen beginne den interessanten Artikel, welcher auf der Seite der Leinwand hervorgüggslet, zu lesen. Nich weil ich sensationsgeil bin nein, aber das Thema ist interessant. Naja auch das ist schnell gelöst, man drehe die Seite um und hoffe dass dieser Artikel nur ein Einseiter war….was ja bei positiven Dingen oft der Fall ist- sorry Spass muss sein!

Im Laufe des Tages bemerkst Du dann, wie Du eigentlich atmest- wirklich! Du nimmst bewusst wahr, wie es sich anfühlt und spürst dabei, dass Du es sogar beeinflussen kannst. Die Nachbarin welche bestimmt schon lange da wohnt, erscheint dir plötzlich wie neu. Nein, ich glaube nicht dass es am neuen Haarschnitt liegt, vielmehr sind es ihre Augen die richtig leuchten, hab ich wohl einfach noch nie so richtig bemerkt…und so verbringst Du einen Tag bewusst mit Dir und all deinen Sinnen. Du nimmst die Welt um dich wieder wahr als Geschenk und nicht als Bedrohung wie es uns so oft vermittelt wird. Die Ideen sprudeln nur so und dein Tatendrang zeigt sich Dir in neuem Licht!

So ging es mir persönlich vor einigen Jahren, damals habe ich bemerkt wie viel Aufmerksamkeit und Achtsamkeit das Leben braucht, damit wir uns nicht in einem Schein verlieren, der an jeder Ecke wartet. Das Ergebnis ist umwerfend, die Welt ist nicht nur schön und gut so wie sie ist- aber sie ist wie sie ist. Und wie alles im Leben gilt auch hier das Gesetz des Gleichgewichtes- wo hell da dunkel, wo gut da böse, wie Innen so Aussen, wie unten so oben…wichtig ist worauf wir unseren Fokus, unsere Energie lenken. Denn ein anderes Gesetz bestätigt- wo deine Aufmerksamkeit liegt, da verändert sich etwas!

Veränderung geschieht erst dann wenn wir bereit sind zu ver-ändern und dies beginnt immer in uns. Versuch es, es lohnt sich!

 

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