Vom Diesseits ins Jenseits- oder von hier nach…?

Lang ist’s her, der erste Besuch bei einem Medium. Es sind nun genau 11 Jahre und rückblickend war es eine der besten Entscheidungen in meinem Leben.

Wieso wissen wir, dass da noch mehr ist?

Kennst du das Gefühl etwas einfach zu wissen , wie eine innere Stimme die dich führt? So war es bei mir auch. Ich hatte im Alter von 11 Jahren das erste mal in meinem Leben, einen sehr wichtigen Menschen verabschieden müssen. Damals fühlte es sich schwer an, wie eine riesengrosse Lücke die niemand und nichts mehr schliessen konnte. Im gleichen Moment jedoch, war damit ein wunderschönes Erlebnis verbunden- welches zu den schönsten und berührendsten gehört, die ich bis heute erleben durfte!

In jener Nacht in der mein “Gotti” um ihr überleben kämpfte, habe ich schon Stunden vorher eine tiefe Verbundenheit gespürt und immer wieder war da die Stimme in mir, die mich wissen lies, dass es schon gut kommen würde. Naja, mit 11 Jahren und noch nicht allzu viel Lebenserfahrung nahm ich dieses Gefühl an und fragte mich dabei, weshalb ich mich dennoch nicht darüber freuen konnte…

Als ich mich dann ein paar Stunden später in’s Zimmer verkroch, währenddem alle auf weitere News aus dem Krankenhaus warteten, setzte ich mich auf’s Bett und Tränen liefen über mein Gesicht. Gerade als ich sie wegwischen wollte, habe ich meine Augen weit aufgerissen. Da war sie, sass auf meinem Bett und schaute mich an an, so wie sie es früher immer gemacht hatte. Ein Strahlen im Gesicht und alles war sehr hell. Dann war da noch dieses Gefühl, welches mir auch heute noch schwer fällt, es in Worte zu fassen. Ein Gefühl der Liebe, so tief und voller Wärme, ich fühlte mich in diesem Moment wie in einem zeitlosen und schwebenden Raum. Mein “Gotti” lächelte und sagte dann zu mir: Alles wird gut, es ist gut so wie es ist…

Da wurde mir die wahre Bedeutung von “Gut” klar!

In diesem Moment haben wir uns verabschiedet- für immer! Aber letztendlich nur in der physischen Welt, dass durfte ich dann später noch erfahren. Nach dieser Begegnung ging ich aus dem Zimmer, draussen klingelte gerade das Telefon und meine Tante brach in Tränen aus. Auch sie hatten nun die Nachricht erhalten, dass mein “Gotti” die irdische Welt verlassen hatte. Meine Erkenntnis damals war, dass es viele Möglichkeiten von “Es ist gut so wie es ist” gibt. Was für mich gut ist, muss für den anderen nicht auch gut sein. So erkannte mein “Gotti” dass es so richtig war und ich spürte, dass sie es akzeptieren konnte, auch wenn es für sie nicht leicht war in diesem Moment.

Natürlich hatte ich eine Trauer in mir, weil sie mir als Mensch fehlte. Da viele Dinge einfach nicht mehr möglich waren, keine Briefe mehr von ihr zu lesen, keinen Anruf zu erhalten, keine Ferien bei ihr zu verbringen…und doch war da eine bestimmte Ruhe in mir, heute bezeichne ich es als Vertrauen. Ich war nie alleine, immer habe ich die Verbindung gespürt. Oft war es einfach ein Impuls und ich wusste und fühlte sie ist mit ihrem ganzen Wesen hier anwesend. Auch wenn ich sie physisch zwar nicht mehr sehen konnte, reichte es mir aus sie zu spüren und ich entdeckte auch die Möglichkeit mit ihr zu kommunizieren. Für mich war es nichts besonderes, es war einfach so wie es war. Ich hab nie darüber gesprochen, es war für mich ganz normal.

Ein erneuter Abschied- nicht’s war gleich…

Dann genau 10 Jahre später, ich war am arbeiten und erhielt einen Anruf. Da erfuhr ich, dass mein Vater gestorben war. Unerwartet, plötzlich und viele Fragen blieben offen…

Ich möchte hier nicht detailliert darauf eingehen, aus Schutz der Privatspähre der betroffenen Personen. Jedoch war es damals sehr unruhig in mir, vieles passte nicht zusammen und ich war tief enttäuscht. Einige Tage vorher hatten wir noch zusammen telefoniert und seit langem hatten wir es geschafft ein Treffen zu vereinbaren, dieses hätte genau 2 Tage später stattgefunden. Nun, dieser Moment war ein entscheidender Einschnitt in meinem Leben. Ich hatte alle meine Zelte abgebrochen und spontan gehandelt, ging zurück in meine Heimat. Ich spürte nichts und hatte nur noch Fragen über Fragen in meinem Kopf…

Dann befasste ich mich mehr damit und stiess dabei auf ein Forum im Internet (damals übrigens noch seeeeehr langsames Internet…*seufz*), welches von Pascal Voggenhuber betreut wurde. Heute kennt ihn so ziemlich jeder, als ein ausgezeichnetes Medium. Damals im Jahr 2007 war das noch nicht so, Termine waren noch möglich. Ich habe dann intuitiv bei ihm angefragt für eine persönliche Sitzung und war mir nicht sicher was mich erwarten würde. Als der Termin stand hatte ich eine gute Freundin angerufen und ihr mitgeteilt, dass sie mich bitte begleiten müsse. So sind wir dann gemeinsam nach Basel gefahren und ich versuchte ihr mit Müh und Not zu erklären, was ich da eigentlich wollte. Das Problem dabei war, dass wusste ich ja selber nicht…

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