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Fragst Du dich auch manchmal, warum wir so denken, wie wir denken?

Vielleicht magst Du dich jetzt fragen, was denn damit gemeint ist, stimmt’s?

Ich höre immer wieder die Aussage: Es ist halt so, wie es jetzt ist- auch wenn’s mir gerade nicht gefällt.

Mit diesem einen Satz, resignieren wir komplett. Wir bewerten das Leben und uns selber als statisch.

Doch sind wir das wirklich? Bei weitem nicht, das Leben ist lebendig, es zeigt und seine Vielfalt jeden Tag auf’s Neue. Und auch wir sind fähig, von heute auf morgen, alles zu verändern- wenn wir denn wollen.

Einige der bekanntesten Aussagen in diesem Zusammenhang sind z.B.: Das Leben ist kurz und be********, Glück fällt nicht vom Himmel, den letzten beissen die Hunde, Geld wächst nicht auf Bäumen, das liegt bei uns in der Familie, und noch viele ähnliche mehr…

Weisst Du was passiert, wenn wir diese Aussagen immer wieder hören, auch wenn sie lustig klingen? Wir verinnerlichen sie. Ja genau, tief in unserem Unterbewusstsein da wirken sie, zuverlässig und kräftig.

Daher auch die Frage: Fragst Du dich manchmal auch, warum es so ist, wie es eben ist?

Wenn wir unsere Gedanken nämlich öfters mal einer Überprüfung und Grundreinigung unterziehen, dann merken wir erst, wie viel davon wir einfach übernommen haben. Wir haben sie irgendwo gehört, gelesen oder gesehen und weil es gerade zu unserer Verfassung passte, haben wir sie in voller Resonanz dazu abgespeichert.

Nehmen wir mal den Satz: Das Leben ist kurz und be********. Weisst Du auf welche Zeit diese Aussage zurückgeht? Sie wurde oft verwendet in Zeiten des Krieges und der Not. Wenn wir uns darüber mal Gedanken machen, dann merken wir wie unsinnig es ist, dies heute in unserer Lage überhaupt noch auszusprechen.

Genauso gut könnten wir sagen: Liebes Universum, das Leben ist sch*****, bitte gib mir noch mehr davon!

Das mag jetzt alles sehr überspitzt klingen, ich weiss. Allerdings tun wir genau das sehr oft in unserem Alltag. Wir verurteilen uns selber für Dinge, die wir nicht erledigt haben, nicht geschafft haben, die wir falsch gemacht haben oder auch gar nicht gemacht haben.

Immer suchen wir Gründe und einen Schuldigen, für das was grad nicht so gut läuft in unserem Leben. Leider erwischen wir uns dabei meistens selbst. Wir suchen nach Fehlern bei uns, nach “Schönheitsflecken” und Beweisen dafür, dass wir es einfach nicht verdient haben, glücklich zu sein.

Wenn Du dich selber ansiehst, dann lächle Dir zu und die Welt wird zurücklächeln

Die meisten von uns wünschen sich das Gleiche wenn es ihnen nicht gut…einen Freund der für sie da ist, sie in den Arm nimmt, einfach nur zuhört und sie annimmt wie sie sind. Wenn dann keiner da ist, sind wir noch trauriger und fühlen uns noch schlechter, verurteilen uns noch mehr, weil uns anscheinend niemand lieb hat.

Auch hier gibt es nur eine Frage, die wir uns stellen dürfen. Warum ist es so, wie es ist?

Wenn wir uns selber nicht anerkennen, wertschätzen und lieben so wie wir sind und gerade deshalb, weil wir so sind, wie soll es dann ein anderer tun? Was soll ein anderer in uns erkennen, wenn wir es selber nicht sehen?

Ich weiss, dass klingt alles logisch und einfach und trotzdem kämpfen die meisten von uns genau mit diesem Thema. Es geht nicht darum krampfhaft sein Denken zu verändern und zu überschreiben, auch nicht darum es einfach zu akzeptieren. Wir dürfen nur eine einzige Sache tun, die dafür so richtig: Uns selber gerne haben, den Menschen den wir sind von ganzem Herzen mögen.

Ich vergleiche das gerne mit einem Baby. Ein Baby ist süss, lieb und zart. Es kann aber auch anders…zwängeln, schreien, uns den letzten Nerv rauben und trotzdem lieben wir es immer weiter- genau so wie es ist, Wir verzeihen ihm so ziemlich alles und geben es nie auf und lassen es auch nie im Stich.

Wieso fällt es uns selber so schwer, uns eine 2. Chance zu erteilen?

Wenn gute Freunde Dinge tun die nicht so toll sind oder einfach mal daneben liegen, dann ermutigen wir sie dazu, einfach aufzustehen und weiterzugehen. Wir zeigen ihnen, dass wir sie gerne haben und sie toll sind, trotz dem was sie gerade erleben.

Wann immer wir uns selber für eine Entscheidung oder einen Fehltritt verurteilen, könnten wir genauso gut stolz auf uns sein. Wir haben erkannt, dass dies nicht das war, was wir eigentlich wollten und haben nun eine weitere Chance es beim nächsten Mal anders zu machen.

Also, wann auch immer das nächste Mal der Gedanke kommt, Du bist nicht gut genug oder hast etwas falsch gemacht, dann schieb ihn beiseite und beobachte die Sache mal aus etwas Distanz. Stell Dir vor, was Du einem guten Freund jetzt raten würdest oder deinem Kind.

Dann nimm dich zuerst selber in den Arm und schenk Dir die Auferksamkeit und Zuneigung die Du jetzt gerade brauchst. Nimm Dir das Gefühl des Alleine-Seins, denn das bist Du niemals. Alles ist mit allem verbunden und in Dir steckt alles, was Du brauchst.

Tu Dir etwas Gutes- ja genau, gerade jetzt sollst Du dich belohnen. Du brauchst etwas was Dir Freude macht und dazu braucht es keinen besonderen Grund. Freude muss man sich nicht verdienen, man muss sie nur erkennen 😉

Last but not least, schenk Dir selber ein Lächeln, weil Du gerade erkennst dass Du einfach Mensch bist, mit all den Polaritäten, die das Leben zu bieten hat.

Selbstliebe muss nicht erlernt werden, sie darf mehr und mehr einfach gelebt werden.

Du bist wundervoll- weil Du so bist, wie Du bist.

Von Herz zu Herz

Graziella

4 Gedanken zu „Fragst Du dich auch manchmal, warum wir so denken, wie wir denken?“

  1. Liebe Graziella, ich freue mich, dass du auf deine ganz eigene Art die Menschen motivierst und unterstützt. schön, dass du meinen Blog gefunden hast und ich dich nun ein wenig kennenlernen darf – und du mich. Alles Liebe von <3 zu <3 Heidrun

    1. Liebe Heidrun, lieben Dank für deine Worte. Auch ich freue mich darauf, mehr von Dir zu lesen und zu erfahren. So inspirieren wir uns alle gegenseitig und erleben tolle Begegnungen von Herz zu Herz. Alles Liebe, Graziella

  2. Danke liebe Graziella für die Mail, schön, dass du an Menschen auf diesem Weg die Achtsamkeit weiter gibst.Dir einen gesegeneten Montag . Ulla.

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